Schwarzer Hautkrebs



Der schwarze Hautkrebs ist bei Männern und Frauen unter den Top 5 aller Krebsarten. Jährlich kommen etwa 20 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner. Die Auftretenshäufigkeit des schwarzen Hautkrebses hat sich in den letzten zehn Jahren stark erhöht.

Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines schwarzen Hautkrebses sind eine genetische Veranlagung (Erkrankung der Eltern) und die Zahl der Sonnenbrände vor dem zwanzigsten Lebensjahr. Ein konsequenter Sonnenschutz in Kindes- und Jugendalter ist daher der wichtigste Beitrag, den man selbst erbringen kann, um sein persönliches Erkrankungsrisiko zu verkleinern.

Der schwarze Hautkrebs, oder auch das maligne Melanom in der Fachsprache, entsteht in etwa einem Drittel der Fälle auf einem vorbestehenden Muttermal, in den anderen Fällen auf bisher unbefallener Haut. Meist erkennt man braune bis schwarze Male auf der Haut. In sehr seltenen Fällen gibt es auch eine Form des schwarzen Hautkrebses ohne schwarze Färbung, das sogenannte amelanotische Melanom. Dieses ist besonders schwer zu diagnostizieren und wird daher häufig erst sehr spät entdeckt. Beim Malignen Melanom gibt es verschiedene Wachstumstypen, die teils knotig und teils flach wachsen.

Die Behandlung des schwarzen Hautkrebses erfolgt operativ. Die betroffene Hautstelle wird mit einem Sicherheitsabstand, der von der Dicke des Melanoms abhängt, unter Mitnahme des Hautfettgewebes komplett entfernt. Ab einer bestimmten Tumordicke wird zusätzlich derjenige Lymphknoten mitentfernt und untersucht, der dieses Hautareal überwacht. So kann man erkennen, ob bereits eine Streuung der Krebszellen stattgefunden hat.

Die Entfernung des Melanoms, die plastische Deckung des Defektes und die Entnahme des Wächter-Lymphknotens sind Eingriffe, die in der Dermatologie sehr häufig durchgeführt werden. Dermatologen bieten Ihnen daher die beste Kompetenz aus einer Hand von der Diagnostik des schwarzen Hautkrebses über die operative Versorgung bis hin zur kompetenten Nachsorge.

Die Prognose des schwarzen Hautkrebses ist abhängig davon, wie früh er entdeckt worden ist. Bei dünnen Formen ist eine komplette Heilung möglich. Da der schwarze Hautkrebs sehr früh Krebszellen streut, müssen bei später entdeckten Formen häufig im Anschluß an die operative Versorgung Nachbehandlungen angeschlossen werden. Neben den klassischen Chemotherapien gibt es heutzutage auch Behandlungen, bei denen das Immunsystem beeinflusst wird oder mit speziellen Medikamenten Krebszellen aufgrund genetischer Veränderungen angegriffen werden, sogenannte targeted therapies.

Der beste Schutz ist immer noch eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge beim Dermatologen. Seien Sie selbst auch aufmerksam bei auffälligen Muttermalen.