Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind ein Volksleiden. Viele haben sie, doch niemand spricht gerne darüber. Sehr oft leiden Frauen nach der Geburt ihrer Kinder darunter. Typische Beschwerden sind Schmerzen sowohl in Ruhe als auch beim Stuhlgang, Brennen, Jucken, Blutungen und Pflegeprobleme.

Medizinisch betrachtet handelt es sich um eine Vergrößerung von Gefäßpolstern am Darmausgang, die für einen dichten Abschluß benötigt werden. Bei einer krankhaften Vergrößerung können die Gefäßpolster als Hämorrhoiden vorfallen und Beschwerden verursachen.

Leichte Formen von Hämorrhoiden können mit einer Verödung durch Medikamenteneinspritzung, Wärmebehandlung, Unterbindungen oder Laserbehandlungen therapiert werden.

Ausgeprägtere Befunde benötigen in der Regel eine Operation. Dabei unterscheidet man zwischen den klassischen und modernen Techniken. Bei den klassischen werden die Gefäßpolster chirurgisch entfernt. Die Schleimhaut des Darmes kann entweder offengelassen oder mit Nähten wieder geschlossen werden (Technik nach Milligan-Morgan oder Parks). Zu den modernen Techniken gehört die Operation nach Longo. Hierbei werden mit einem ringförmigen Klammernahtgerät die Gefäßpolster zunächst herausgetrennt und anschließend die Schleimhaut mit kleinen Stahlklammern wieder verschlossen. Die modernste Technik bedient sich eines Gefäßlasers. Hierbei wird eine dünne Glasfaser in das Gefäßpolster eingeführt und dieses durch Wärmeenergie von innen verschweißt. Die Schleimhaut bleibt hierbei unversehrt, so daß die Zeit nach dem Eingriff weniger schmerzhaft ist und Patienten schneller wieder ihrem Alltagsleben nachgehen können.