Krampfadern / Venen / Besenreiser

Venenerkrankungen sind sehr häufig, schätzungsweise ist jeder zweite Erwachsene in Deutschland davon betroffen. Als erstes Symptom werden meist sichtbare Krampfadern wahrgenommen.

Krampfadern sind hervortretende Verdickungen der Venen von meist bläulicher Farbe an den Beinen. Sie sind häufig ein Hinweis auf ernsthaftere Venenerkrankungen, so daß nicht nur der ästhetische Aspekt zählt. Bleiben Venenerkrankungen unbehandelt, können sich ernsthafte Erkrankungen wie offene Beine entwickeln.

Besenreiser hingegen sind feine oberflächliche Blutgefäße, die direkt unter der Haut sichtbar sind. In vielen Fällen gehen diese von harmlosen angeborenen Venenerweiterungen aus, doch können sie auch Hinweis für eine relevante Venenerkrankung sein.

Diagnostik

Eine gründliche Abklärung der Ursache von Venenveränderungen ist daher der erste wichtige Schritt. In der Regel kommt dabei die Ultraschalluntersuchung zum Einsatz. So ist eine Unterscheidung zwischen harmlosen Besenreisern, relevanten Krampfadern, einer chronischen Veneninsuffizienz oder auch einer Thrombose möglich.

Kompression

Im Anfangsstadium werden Venenleiden meist mit Kompressionsstrümpfen behandelt. Diese entlasten die Venen und vermindern den Venendruck. Das konsequente Tragen im Sommer wie im Winter ist allerdings eine Grundvoraussetzung.

Venen-Operation

Bei relevanten Krampfadern werden diese operativ behandelt. Neben der Entfernung von verdickten Seitenästen kann auch das Entfernen von Hauptvenen, das sogenannte Stripping, erforderlich sein. In den letzten Jahren werden vermehrt moderne Operationsverfahren verwendet, die nicht mehr die Vene entfernen, sondern sie von innen mittels Laser oder Hochfrequenzstrom quasi verschweißen. Dieser Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und kontinuierlich mittels Ultraschall überwacht. Die Reste der „verschweißten“ Vene werden nach und nach vom Körper abgebaut. Schmerzen und Blutergüsse nach der Operation treten kaum auf, Patienten sind schneller wieder auf den Beinen und alltagsfit. Dieses Verfahren führen wir mit langjähriger Erfahrung ambulant in unserer Praxis durch.

Besenreiser

Besenreiser werden meist aus ästhetischen Gründen entfernt. Hierbei kommt das klassische Verfahren der Sklerosierung häufig zum Einsatz. Dabei wird ein Verödungsmittel in die Besenreiser eingespritzt, welches das Gefäß von innen durch eine Entzündungsreaktion verklebt. Besonders bei feinen Besenreisern hat sich das moderne Laserverfahren bewährt. Mit einem speziellen Gefäßlaser wird Wärme auf die Gefäßwände übertragen, die daraufhin schrumpfen und vernarben. Die Behandlung ist sehr präzise und zuverlässig. Sowohl die Sklerosierung als auch das Laserverfahren werden mit sehr guten Erfolgen bei uns durchgeführt.